Über den Autor

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Meine Artikel beruhen auf einem entsprechenden Studium/eigener Aus- und Fortbildung sowie einer umfangreichen Berufs- und Lebenserfahrung. Diese beinhaltet u.a. eine bisherige ca. 15-jährige Tätigkeit als zertifizierter Trainer Integrierte Fortbildung/ Einsatztrainer in der Erwachsenenfortbildung bereits ausgebildeter Polizeibeamter. Daneben habe ich viele Veranstaltung/ Trainings im öffentlichen Bereich zu den Themen “Deeskalation”, “Selbstbehauptung”, “Eigensicherung”, “Mobbing”, “Drogen” u.v.m. durchgeführt. Zielgruppe: Kinder, Erwachsene, Senioren.

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Das Interview Susanne H., Polizeibeamtin und langjährige Wegbegleiterin.

Susanne: Steffen, wie kamst du auf die Idee ein eigenes Buch zu schreiben?

Steffen: Seit mehreren Jahren schreibe ich ja hin und wieder für Polizeibeamte Fachartikel die ich mit meiner persönlichen Meinung verbinde, da ich auch Dinge kritisch hinterfrage. Inzwischen sind eine ganze Menge solcher Aufsätze zusammengekommen. Einige davon habe ich hier auf dieser Homepage zusätzlich veröffentlicht, andere, die ich unter einem Pseudonym veröffentlicht habe, wird man hier nicht vorfinden. Anlass für das Erstellen von Aufsätzen war und ist mein Wissensdrang und meine große Neugierde, Sachverhalte komplex und interdisziplinär zu erfassen und dabei die subjektive Brille beispielsweise eines Polizeibeamten, Fußballfans, Täters und Opfers abzusetzen. Da ist es dann nur noch ein kleiner Schritt, sich an das Manuskript für ein Sachbuch heranzuarbeiten.

Susanne: Gab und gibt es für dich auch emotionale Gründe für dein Projekt?

Steffen: O ja! Aus meiner Wahrnehmung entwickeln wir uns in eine Richtung, indem Menschen zunehmend gezwungen sind, für ihre persönliche Sicherheit und Unversehrtheit verstärkt privat zu sorgen, da sich der Staat immer mehr von seinen hoheitlichen Aufgaben zurückzieht. Beispielsweise im Land Brandenburg, aber auch in Thüringen und Sachsen wird die Personaldecke der Polizei immer mehr ausgedünnt, das ist meiner Meinung nach politischer Wille. Die eher harmlose Bezeichnung „Polizeistrukturreform“ ist im Prinzip nichts anderes als ein Stellenabbau und Einsparungsprogramm. Der Bürger merkt es daran, dass es bei seiner Strafanzeige zu einem Delikt der Massenkriminalität kaum mehr polizeiliche Ermittlungen gibt. Aber auch, dass man immer weniger uniformierte Polizei auf der Straße sieht oder am verstärkten Straftatenaufkommen, beispielsweise von Grenzkriminalität, ungeklärten Firmen- und Wohnungseinbrüchen, Kfz- sowie Trickdiebstählen und einer starken Zunahme von organisierten Banden. Hinzu kommt, dass es für die verbleibenden Polizeibeamten immer schwieriger wird, ihren Aufgaben nach den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, und die Mitarbeiterzufriedenheit aus meiner Sicht sinkend ist. Innere Konflikte werden nach dem Recht des Stärkeren geregelt oder einfach ausgesessen, wir haben einen sehr großen Anteil an Dauerkranken, der bundesweit führend ist. Das allein spricht schon eine deutliche Sprache, wie dort der Umgang untereinander geworden ist. Polizeibeamte holen jedoch auch unter diesen Bedingungen das Optimale an Arbeitsproduktivität heraus. Querdenker haben es demzufolge eher schwer, da sie sich nicht mit Floskeln zufriedengeben und eine Scheinwelt aus Hochglanzprospekten und Erfolgsmeldungen aus dem Elfenbeinturm ablehnen. All das hat Auswirkungen auf die objektive Kriminalitätslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen im Land, denn einige reale Bedrohungen durch Kriminelle nehmen ja auch tatsächlich zu. Das ist ja alles nicht nur Einbildung, wenn sich Bürger darüber beschweren, dass nun schon zum dritten Mal ihr Fahrrad gestohlen wurde und nie ein Täter dingfest gemacht werden konnte oder was das für ein Horror für einen Hausbewohner ist, wenn er in seiner eigenen Wohnung überfallen wird. Am 30.09.2014 habe ich u.a. gelesen, dass ein 17-fach vorbestrafter Ganove nach einer erneuten Straftat und der darauffolgenden Anklage von einer Richterin wieder nur eine Bewährungsstrafe erhalten hat. Auch wenn ich weiß, dass der Strafvollzug nicht zwangsweise aus einem Insassen einen besseren Menschen macht, erscheint mir eine immer wiederkehrende Milde ein bedenklicher Ansatz der Justiz zu sein, den Opfer meines Erachtens verständlicherweise nicht mehr verstehen können. Übergroße Nachsicht mit den Tätern bestätigt diese nur in ihrem Verhalten und nährt damit den Boden für neue Straftaten. Auch deshalb habe ich dieses Manuskript geschrieben.

 

Susanne: Welche Zielgruppe willst du mit deinem Buch ansprechen?

Steffen: Es soll einerseits ein Werk für Polizeibeamte sein, aber ganz besonders für die ganz normalen Bürger, die ihren Alltag bewältigen müssen und heil und gesund abends wieder nach Hause kommen und ihre Freizeit zur Erholung innerhalb ihres Eigentums unversehrt verbringen wollen. Jeder Mensch hat das Recht, zum Beispiel nicht belästigt, beleidigt, verfolgt, geschlagen, verletzt, beraubt oder gar getötet zu werden. Die Zeiten sind eindeutig rauer geworden. Die von mir sehr geschätzte vorsitzende Richterin einer großen Strafkammer, Sigrun von Hasseln-Grindel, schreibt in ihrer Rechtspädagogik Human Law vom Aufhalten gesellschaftlicher Zerfallsprozesse. Angriffe gegen Polizeibeamte sind an der Tagesordnung, aber auch die Verkäuferin im Supermarkt merkt, dass manche Personen zunehmend aggressiver und anmaßender auftreten und mit dem sprachlichen Ellenbogen agieren. Auch Feuerwehrleute und Rettungssanitäter im Einsatz laufen erhöhte Gefahr, angegriffen zu werden, obwohl diese nur helfen wollen. Das Gleiche trifft auf Lehrer zu, die manchmal von Schülern beleidigt oder sogar tätlich angegriffen werden. Das zu sagen ist oftmals gar nicht so einfach, weil dann schnell der Ruf nach der Schere im Kopf und der sogenannten politischen Korrektheit aufkommt und viele Betroffene dann doch lieber den Mund halten. Opfer von Straftaten haben nach wie vor fast keine Lobby, währenddessen für Täter ganze Heerscharen von Gutmenschen Hilfsangebote machen und übrigens auch davon leben. So habe ich beispielsweise zur Kenntnis nehmen müssen, dass in NRW von organisierten Täterbanden ganze Landstriche dahin gehend abgegrast wurden, indem man alten und gebrechlichen Rentnern mit dem Enkeltrick um ihre Lebensersparnisse gebracht hat. Warum gerade NRW und nicht Bayern? Weil die Justiz in Bayern viel härter gegen Straftäter vorgeht. Die Presse in NRW hat jedoch aus politischer Rücksichtnahme auf die Herkunft der Täter kaum oder gar nicht davon berichtet (1*),  auch um der Bevölkerung eine Sicherheit vorzugaukeln. Immerhin hat ein dortiger Richter bei seiner Urteilsverkündung vom hässlichsten Geschäft gesprochen, dass er jemals verhandeln musste. Zum Glück ist das seit Neuestem nicht mehr so und man darf darüber berichten. Diesen Opfern will ich beistehen und andere Menschen darüber aufklären, wie diese Straftaten funktionieren, um sich davor zu schützen.

 

Susanne: Was ist das Besondere an deinem beabsichtigten Buch?

Steffen: Es gibt am Markt vergleichsweise viel Literatur betreffs Überlebenstrainings, die von Gefahrenbewältigungen im Outdooreinsatz und auf Abenteuerreisen handeln. Ich bin in der Lage, Menschen für den Alltag verhaltensmäßige Richtlinien und effektive Hilfestellung zur Abwehr von Gewalt und anderen Straftaten zu geben, die einem heutzutage in unserer zivilisierten Gesellschaft begegnen können. Das betrifft sowohl präventive Maßnahmen als auch Strategien für den akuten Fall wenn es bereits soweit ist, dass man z. B. bedroht, geschlagen, überfallen oder verbal terrorisiert wird. Das ist kein Buch ausschließlich für Spezialisten, sondern vorrangig ein Werk für „Otto Normalverbraucher“. Als erfahrener Einsatztrainer der Polizei weiß ich, je einfacher eine Sache zu erlernen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, diese im Konflikt- und Krisenfall gegenüber Tätern effektiv anzuwenden und damit der Gefahr doch noch zu entgehen. Dabei handle ich die gängigsten Straftaten und unsozialen Verhaltensweisen ab, analysiere diese auf Grundlage von vielen wissenschaftlichen Studien und gebe entsprechende Verhaltensrichtlinien heraus. Nebenbei erfährt man eine Menge an Hintergrundinformationen darüber, welche Personen hinter welchen Straftaten stecken können und wie diese in der Praxis ablaufen.

Als Polizeibeamter kann ich dabei auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Dabei helfen mir meine 15-jährige Praxis als Einsatztrainer in der Erwachsenenqualifizierung mit bereits ausgebildeten Polizeibeamten, außerdem mehrjährige Erfahrungen als Vorgesetzter, Tätigkeiten in der Bereitschaftspolizei, Prävention, Wach- und Wechseldienst sowie längere Praktika bei der Kriminalpolizei im Bereich der schweren Kriminalität. Außerdem bin ich seit 40 Jahren aktiver Fußballfan und aufmerksamer Bürger, der ebenso wie jeder andere von schönen und weniger schönen Erlebnissen geprägt ist, die ich erfolgreich bewältigt habe. Deshalb weiß ich auch zu berichten, wie so etwas anzugehen ist.

(1*) Oberstaatsanwalt Egbert Bülles, „Deutschland Verbrecherland?“

Datum des Interviews: 01.05.2015

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