Als Motiv für den zweifachen Polizistenmord (Kopfschüsse) im Landkreis Kusel wurde bisher Wilderei und illegaler Handel mit Wildtieren angenommen. Viele fragen sich, ob das wirklich der Grund gewesen sein kann, zwei junge Menschen zu erschießen oder ob eventuell noch sehr viel mehr dahinter steckt.
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Verkehrskontrollen gehören generell zu den gefährlichsten Tätigkeiten der Polizei, vor allem zur Nachtzeit.
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Man muss wissen, eine Kontrollsituation durch die Polizei ist für einige auf frischer Tat ertappte Täter eine explosive Hochstresslage, die schnell zu solchen mörderischen Reaktionen und Eskalationen führen kann. Dann geht es für manchen Straftäter „um alles“. Sein oder Nichtsein! Typisch ist die Furcht vor den Konsequenzen.
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Es wird angenommen, dass die Tötungsrate bei US-amerikanischen Polizisten deshalb besonders hoch ist, weil in diesem Land das Strafmaß für Verbrechen besonders hoch ist. Dann riskieren unsoziale Wesen lieber schwerste Verbrechen (Polizisten erschießen), um der Strafe zu entgehen.
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Die Verwunderung über das mutmaßliche Mordmotiv „Wilderei“ ist lediglich die rationale Bewertung der Außenstehenden. Menschen sind schon wegen viel weniger getötet wurden. Das ist keine neue Erkenntnis. Das schließt gleichzeitig nicht aus, dass noch ein anderes Motiv dahinter stecken könnte. Hier sind die Ermittlungen abzuwarten. Das unnötige Streuen von Gerüchte bringt dabei keinen in der Sache voran.
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Deshalb hat die Eigensicherung für Polizeibeamte in jeder Einsatzlage die oberste Priorität. Durch eine gute Ausbildung, Berufs-und Lebenserfahrung kann jeder Beamte seine Risiken senken. Zwei Prozent Risiko bleiben jedoch immer erhalten. Ob es diesmal dieses Restrisko war, das zum Tod führte, müssen die Ermittlungen ergeben. Ich glaube das nach dem Vernehmen der heutigen Pressekonferenz eher nicht. Allein, dass eine Studentin in Uniform eine der beiden getöteten Beamten war, spricht eindeutig dagegen. Auch wenn diese im Mai vor ihren Berufsabschluss gestanden hätte. Sie wurde mit einem einzigen Kopfschuss getötet Der männliche Kollege wurde viermal getroffen, davon einmal in den Kopf. Der Polizeibeamte schoss zurück und leerte dabei sein Magazin. Keiner der beiden Tatverdächtigen wurde getroffen. Er verstarb beim Eintreffen der Rettungskräfte.
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Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen. Ich hoffe auf eine strenge Bestrafung der Verursacher.

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